25 Jahre deutsch-deutsche Städtepartnerschaft

Seit mehr als 2 ½ Jahrzehnten besteht zwischen dem pfälzischen Kaiserslautern und Brandenburg an der Havel eine Städtepartnerschaft, die in den Geschichtsbüchern als 31. deutsch-deutsche Partnerschaft verankert ist. Vor wenigen Tagen reiste eine Delegation unter Leitung von Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann nach Kaiserslautern, um in einem feierlichen Rahmen das Jubiläum - wenn auch verspätet - zu begehen.

Gleich zu Beginn des Besuches wurde den Brandenburger Gästen bei bestem Wetter das Gelände, das aus der Landesgartenschau im Jahr 2006 hervorging, präsentiert. Die Gartenschau firmiert heute als Integrationsbetrieb, da sich die dort ansässige Lebenshilfe zur Aufgabe gemacht hat, das sehr ansehnliche Areal weiterhin zu pflegen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Beeindruckt von den Leistung vor Ort zeigte sich neben der Oberbürgermeisterin auch Matthias Pietschmann, 1. Vorsitzender der Lebenshilfe Brandenburg/Havelland-Fläming e.V., der ebenfalls zur Brandenburger Delegation gehörte.

Die Entwicklung und die Idee der zukunftsorientierten Wohntechnik miteinander zu verbinden, wurde anschaulich bei einem Besuch einer Wohnanlage der kommunalen Wohnungsgesellschaft BAU-AG dargestellt. Hier steht PAUL, der persönliche Assistent für unterstütztes Leben, im Vordergrund. PAUL steuert beispielsweise Lampen und Rollläden. Auch Steckdosen, an denen Geräte wie Bügeleisen, Herd oder Kaffeemaschine angeschlossen sind, können beim Verlassen der Wohnung mit einem einzigen Tastendruck ausgeschaltet werden. Alle 20 Wohneinheiten sind mit der zukunftsorientierten Technik ausgestattet, die die Bewohner in ihren eigenen vier Wänden begleitet und von ihnen mit steigendem Alter mehr und mehr in Anspruch genommen werden kann. Im Anschluss besuchte die Brandenburger Delegation noch das Westpfalz-Klinikum am Standort Kaiserslautern und ließ sich die technische Ausstattung und das Leistungsspektrum dieser wichtigen medizinischen Einrichtung näher erläutern.

Den Höhepunkt des Besuches stellte die Eröffnung der Ausstellung „Jugend in der DDR“ des städtischen Museums Brandenburg an der Havel im Rathaus in Kaiserslautern dar. Dazu war extra eine kleine Delegation um die Museumspädagogin Gudrun Bauer sowie den ehemaligen Projektschüler Benjamin Jähn in die Partnerstadt gereist. Die anwesenden Gäste zeigten sich beeindruckt vom Ergebnis der Forschungsarbeit der jungen Brandenburgerinnen und Brandenburger. In den kommenden Wochen befassen sich Schülerinnen und Schüler aus Kaiserslautern im Rahmen ihres Unterrichts mit dem Thema des Projektes. Beim anschließenden Empfang zum 25-jährigen Partnerschaftsjubiläum ging Kaiserslauterns Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel auf die Entwicklung der Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und aktuelle Entwicklungen ein. Mit Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann stimmte er darin überein, dass selbstverständlich an der Partnerschaft festgehalten wird, jedoch die Themen neu gesetzt werden müssen. „Die kommunale Zusammenarbeit und das Lernen voneinander müssen wir zukünftig mehr in den Fokus rücken und gemeinsam nach Lösungen für Probleme suchen, die unsere beiden Städte gleichermaßen betreffen“ sagte das Brandenburger Stadtoberhaupt in diesem Zusammenhang unter anderem.

Derzeit arbeiten die Verantwortlichen in den beiden Stadtverwaltungen an der Vorbereitung von gegenseitigen Bürgerreisen in die jeweiligen Partnerstädte. Brandenburgerinnen und Brandenburger, die Interesse an einem Besuch von Kaiserslautern haben, können sich bereits jetzt unter der Telefonnummer 03381 / 58 70 05 im Büro der Oberbürgermeisterin melden.

Gebäudeansicht
Personen und Frau Dr. Tiemann im ehemaligen BUGA Gelände
Wiese mit Blumen
Personen überreichen Frau Dr. Tiemann TShirt von der BUGA
Personen und Frau Dr. Tiemann in einem Konferenzraum
Personen und Frau Dr. Tiemann in einem Konferenzraum
Eröffnung der Ausstellung Jugend in der DDR
Personen in einem großen Foyer
Frau Dr. Tiemann und ein Herr mit dem BUGA Maskotchen
Ansicht Kaiserslautern von oben